Gruppenbehandlung

Gemeinsame Erreichung von Therapiezielen

In einer Gruppenbehandlung treffen Sie auf Menschen, die ähnliche Belastungen oder Herausforderungen erleben. Unter professioneller Begleitung durch Klinische Psycholog:innen können Sie Erfahrungen teilen, voneinander lernen und sich gegenseitig stärken. Sie bestimmen selbst, wie viel Sie teilen möchten. In der Gruppe entsteht ein wertschätzender, sicherer Raum, in dem Offenheit und gegenseitige Unterstützung möglich sind. Viele Betroffene empfinden es als entlastend zu sehen, dass sie nicht alleine sind — und als hilfreich, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen. Andere Perspektiven können helfen, eigene Muster besser zu verstehen und neue Lösungswege zu entdecken.

Interaktive Gruppe zur Angst- und Depressionsbewältigung

Indikationen (Für wen ist die Gruppe?): Die Gruppe richtet sich an Personen ab 15 Jahren mit leichten bis mittelschweren Depressionen (F32), Ängsten (F41) oder Belastungsreaktionen nach Lebenskrisen (F43). Sie ist nicht geeignet für Personen mit akuten Panikattacken oder psychotischen Symptomen. Ziele der Behandlung: Betroffene können entdecken, dass sie mit ihrer Situation nicht allein sind. Ein wesentlicher Bestandteil ist der geleitete Austausch innerhalb eines sicheren Rahmens. Durch das Erleben von Zugehörigkeit und Solidarität wird die soziale Isolation durchbrochen und soziale Ängste sowie Blockaden werden gelindert. Neben einer Strategieerweiterung durch gegenseitigen Ressourcenaustausch, erlernen Sie spezifische Werkzeuge, die Sie ermächtigen, Ihr Nervensystem selbst herunterzuregulieren und auch in Krisen Sicherheit zu erfahren. Sohin ermöglicht Ihnen diese Gruppe, die Lebensqualität zu steigern und wieder mehr Lebensfreude zu gewinnen. Methoden: Interaktion in der Gruppe in einem sicheren Rahmen: Im Dialog entwickeln sich alltagspraktische Wege (z. B. neue Problemlösestrategien, Ressourcen), um den Rückzug zu überwinden, den Umgang mit psychischer Belastung zu erleichtern, den Selbstwert zu stärken und die Sicherheit im Umgang mit Menschen aufzubauen oder wiederzuerlangen. Somatic Experiencing (SE): Spezielle SE-Übungen helfen dabei, den Körper sanft aus dem biologischen Angst-Alarm oder der depressiven Erschöpfung zu führen. Nutzung innerer Bilder und Ressourcen, um Ruhe und Sicherheit tief im Inneren stabil zu verankern. Praktische Akuthilfe: Wir greifen dabei auf eine speziell für Kriegsgeflüchtete entwickelte SE-Übung zur Selbstregulation zurück. Diese hilft relativ schnell, sich selbst wieder zu beruhigen und Stress abzubauen. So kann das Nervensystem innerhalb von etwa 30 Minuten lernen, von „Überlebenskampf“ wieder auf „Sicherheit“ umzuschalten und spürbar herunterzuregulieren. Achtsamkeitsbasiertes Training: Gezielte Achtsamkeitspraktiken fördern die bewusste Wahrnehmung und Regulierung innerer Stresszustände, sie helfen sich mental und körperlich zu entspannen. Wirkweise (Mechanismen): Durch die Kombination aus zwischenmenschlichem Austausch, SE-Übungen und achtsamkeitsbasiertem Training zur Selbstregulation wird die psychische Belastbarkeit gestärkt. Sie lernen, Warnsignale Ihres Körpers besser zu deuten und gemeinsam mit der Gruppe Lösungen zu finden, um aus der Hilflosigkeit zurück in die Handlungsfähigkeit zu kommen. Organisatorisches: Bitte kommen Sie in bequemer Kleidung. Es sind keine Vorkenntnisse nötig, außer der Bereitschaft, sich auf die Gruppe und die Übungen einzulassen.

Start: 27.07.2026

Termine:

  • 27.07.2026 (90 Minuten)
  • 03.08.2026 (90 Minuten)
  • 10.08.2026 (90 Minuten)
  • 17.08.2026 (90 Minuten)
  • 24.08.2026 (90 Minuten)
  • 31.08.2026 (90 Minuten)
  • 07.09.2026 (90 Minuten)
  • 14.09.2026 (90 Minuten)
  • 21.09.2026 (90 Minuten)
  • 28.09.2026 (90 Minuten)

Uhrzeit: 17:00

Behandler:in: Frau Mag. phil. Dr. rer.nat Silvia Tembler

Behandlungsort: Schillerstraße 50EG, 9900 Lienz

Zielgruppe: 16 - 80 Jahre

Maximale Teilnehmerzahl: 10

Gruppennummer: G10033